Träumen Sie von weiten Landschaften, goldenem Licht und farbenfrohen Fischerdörfern? 🇸🇪 Dann lassen Sie mich Sie mit dem Wohnmobil an die Westküste Schwedens führen. Zwischen vom Meer geschliffenen Felsen, malerischen Häfen und der schwedischen Lebensart, dem „Fika“, hat diese Region einen unglaublichen Charme. Hier scheint die Zeit wirklich langsamer zu vergehen.
Die schwedische Westküste mit dem Wohnmobil: Was Sie wissen müssen
- Eine ikonische Route 🗺️: Entdecken Sie von Göteborg bis zu den Fischerdörfern des Bohuslän einen unvergesslichen Roadtrip zwischen rosa Granitfelsen und bunten Hütten, die sich in kristallklarem Wasser spiegeln.
- Göteborg, das Tor zur Westküste: Dynamisch und naturnah, ist sie die perfekte Stadt für ein erstes Eintauchen. Verpassen Sie auf keinen Fall das historische Viertel Haga für eine authentische „Fika“-Pause.
- Smögen, die Postkarte ✨: Ein Muss wegen seiner berühmten Promenade „Smögenbryggan“ und frischer Meeresfrüchte. Rechnen Sie jedoch in der Hochsaison mit einem starken Andrang.
- Wohnmobil in Schweden: Es ist ein wahres Paradies für Nomadenreisende, aber die Westküste ist extrem beliebt. Unser Tipp: Planen Sie Ihre Stopps im Voraus und wagen Sie es, die ausgetretenen Pfade zu verlassen, um das seltene Juwel für die Übernachtung zu finden.
Nachdem wir mit der Fähre angekommen waren (wir erklären Ihnen in einem anderen Artikel, wie Sie mit dem Wohnmobil nach Schweden gelangen), machten wir uns auf den Weg entlang der Westküste, in Richtung Norwegen. Ein sanfter erster Eintauchvorgang, perfekt, um unsere Erkundung des Landes zu beginnen.
Wir haben schnell verstanden, warum diese Region, Bohuslän, bei den Schweden so beliebt ist. In der Hochsaison werden Sie weit, sehr weit davon entfernt sein, alleine zu sein! Seien Sie vorbereitet: Wir hatten noch nie eine solche Konzentration von Wohnmobilen gesehen. Aber die Atmosphäre bleibt unglaublich gelassen. Die Landschaften beruhigen, die Dörfer scheinen in der Zeit stehen geblieben zu sein und das Nordlicht veredelt jedes Detail. Eine maritime und authentische Schweden-Erfahrung erwartet Sie.
Unser erster Halt führte uns logischerweise nach Göteborg, einer zugleich modernen und herzlichen Stadt, ideal, um das schwedische Flair aufzusaugen, bevor es weiter zu den Küstenschätzen geht.
Göteborg: Tor zur Westküste
Göteborg ist oft der erste Halt für Reisende, die aus dem Süden kommen. Als zweitgrößte Stadt des Landes hat sie dennoch den Charme einer menschlichen Stadt: Kanäle, die von Backsteinhäusern gesäumt sind, allgegenwärtige Fahrräder und eine entspannte, fast bohème Atmosphäre. Hier begann unser schwedisches Abenteuer wirklich.
Weit entfernt vom Trubel der Großstädte ist Göteborg eine Hafenstadt, die stolz auf ihre maritime Vergangenheit ist, aber auch eine unglaublich grüne Stadt. Parks, Museen und trendige Cafés grenzen an die Kais und geschmackvoll renovierten alten Lagerhäuser. Wir verbrachten dort einen ganzen Tag, ohne dass die Zeit verging.



Was tun in Göteborg an einem Tag?
Durch das Viertel Haga schlendern
Es ist das historische Herz der Stadt und unser absoluter Favorit!! ❤️ Man schlendert dort zwischen kleinen bunten Holzhäusern, Handwerksläden und gemütlichen Cafés. Gehen Sie nicht, ohne den Kanelbulle, das berühmte Zimtbrötchen, probiert zu haben. Das größte des Landes soll übrigens im Café Husaren zu finden sein. Wir haben es getestet und es hat uns köstlich geschmeckt! Spoiler-Alarm: Es war das beste unserer gesamten Schwedenreise!
Das Viertel ist überraschend ruhig und angenehm. Man findet dort auch viele kleine Handwerker, von denen einige die berühmten schwedischen Holzschuhe herstellen. Ein echtes Eintauchen in die Tradition.
Kanäle und Innenstadt erkunden
Man nennt sie oft das schwedische „Klein-Amsterdam“. Ein Spaziergang entlang der Kanäle oder eine Bootstour (wie der Paddan Tour) ermöglicht es Ihnen, die Stadt aus einem anderen Blickwinkel zu entdecken. Kulturliebhaber werden das Göteborgs Konstmuseum (Kunstmuseum) oder das Universeum, ein interaktives Wissenschaftsmuseum für die ganze Familie, schätzen.
Den Hafen und die modernen Viertel entdecken
Entlang des Flusses Göta älv erreichen Sie das Viertel Lindholmen mit seiner innovativen industriellen Atmosphäre. Am gegenüberliegenden Ufer sollten Sie Feskekôrka, die „Fischkirche“, nicht verpassen: eine ikonische Markthalle (derzeit in Renovierung, aber für Ihren Besuch im Hinterkopf behalten).
Unser Tipp für den Besuch Göteborgs mit dem Wohnmobil
Um die Stadt entspannt zu erkunden, ist es am einfachsten, Ihr Fahrzeug auf einem Campingplatz am Stadtrand (wie Lisebergsbyn) abzustellen und öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Das Straßenbahn- und Busnetz ist ausgezeichnet und Sie ersparen sich den Stress, einen Parkplatz im Stadtzentrum zu suchen, was eine echte Herausforderung sein kann.
Frische Luft in Parks und auf Hügeln schnappen
Für eine atemberaubende Aussicht steigen Sie hinauf zum Skansen Kronan, einer alten Festung, die die Stadt überblickt. Für eine grüne Pause geht es in den Slottsskogen Park, einen riesigen Park, in dem einige nordische Tiere wie Elche leben! Der Eintritt in diesen Tierpark ist völlig kostenlos. Der Spaziergang ist wunderschön, und es war eine tolle Gelegenheit, unsere ersten nordischen Tiere zu sehen.
Sie können dort auch das Naturhistorische Museum besuchen. Im Park finden Sie auch zahlreiche Spielbereiche, die den kinderfreundlichen Ruf der nordischen Länder bestätigen!
In den südlichen Schärengarten entfliehen
Vom Hafen Saltholmen aus können Sie bequem zu den kleinen Inseln des südlichen Schärengartens (Brännö, Styrsö oder Vrångö) übersetzen. Hier gibt es keine Autos: nur Fahrräder, Küstenpfade und absolute Gelassenheit. Das ist Schweden in seiner ganzen Einfachheit und rauen Schönheit. Ein Erlebnis, das Sie nicht verpassen sollten, wenn Sie Zeit haben.
Leider hatten wir keine Zeit, den Archipel zu erkunden. Wenn Sie dies tun möchten, empfehlen wir Ihnen, 2 bis 3 Tage in Göteborg einzuplanen, um ihn voll auszukosten.



Smögen: Der Charme eines bunten Pfahlhafens
Nach Göteborg geht es weiter nach Smögen, einem kleinen Fischerhafen, der zu einem der fotogensten Orte der Westküste geworden ist. Schon bei der Ankunft wirkt der Charme: Eine Reihe roter, gelber und blauer Hütten reihen sich auf Holzstegen aneinander, alles umgeben von absolut ruhigem Wasser. Das ist DIE Postkarte von Bohuslän.
Smögen ist UNSER absolutes Highlight im Süden Schwedens! Wir dachten, wir wären vom Massentourismus enttäuscht, aber trotz der Menschenmassen ist der Zauber des Ortes intakt geblieben.



Was gibt es in Smögen zu sehen und zu tun?
Auf der Smögenbryggan flanieren
Dies ist die Hauptattraktion: eine etwa einen Kilometer lange Holzpromenade, gesäumt von bunten Hütten, Restaurants und Boutiquen. Man schlendert im Rhythmus des Meeres, zwischen Fischerbooten und eleganten Yachten. Am Ende des Tages wird das Licht magisch und bietet ein unglaubliches Panorama.
Frische Meeresfrüchte probieren 🦐
Smögen ist bekannt für seine Garnelen, Krabben und Hummer. Zahlreiche Restaurants bieten Meeresfrüchteplatten mit Blick auf den Hafen an. Für eine einfachere Option verkaufen mehrere Fischgeschäfte typisch schwedische Krabben- oder Garnelen-Sandwiches. Wir haben es getestet und für gut befunden! Es ist ein kleines Budget, aber es wäre schade, es zu verpassen.
Auf den rosa Granitfelsen spazieren gehen
Rund um den Hafen erstrecken sich riesige rosa Granitblöcke bis zum Meer. Es ist ein perfekter Ort für einen Spaziergang, ein Picknick oder um einen Sonnenuntergang zu bewundern. Der Weg ist einfach und eher kurz (ca. 30 Minuten). Es ist auch eine Gelegenheit, kleine abgelegene Buchten zu erreichen, wenn Ihnen das kalte Wasser keine Angst macht!
Inselchen mit dem Boot entdecken
Vom Hafen aus starten Ausflüge, um die umliegenden Inseln zu erkunden. Einige bieten Robbensafaris oder Mini-Kreuzfahrten in den Fjorden des Bohuslän an. Dies ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Region aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.
Krabbenfischen ausprobieren
Auf den Pontons hat eine lokale Aktivität unsere Aufmerksamkeit erregt: das Krabbenfischen! 🦀 Für ein paar Euro kauften wir eine „Krabbenangel“ (eine Schnur mit einer Wäscheklammer) und machten mit. Es ist sehr unterhaltsam und einfach: Man befestigt einen Köder, wartet, bis die Krabbe ihn schnappt, und zieht sie vorsichtig hoch! Selbstverständlich wurden alle Krabben wieder ins Wasser gesetzt. Eine einfache und authentische Aktivität, die eine unserer schönsten Familienerinnerungen an diese Reise bleiben wird!



Fjällbacka, auf den Spuren von Camilla Läckberg
Nach der lebhaften Atmosphäre von Smögen, nun zu Fjällbacka, einem friedlichen Hafen, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Eingebettet zwischen Meer und Felsen ist dieses Dorf eine Oase der Ruhe. Krimifans werden übrigens die Kulisse der Romane von Camilla Läckberg, dem Kind des Landes, wiedererkennen! 🕵️♀️
Was gibt es in Fjällbacka zu sehen und zu tun?
Auf den Gipfel des Vetteberget klettern
Es ist unmöglich, Fjällbacka zu besuchen, ohne diesen ikonischen Felsen zu erklimmen, der das Dorf überragt. Der Pfad führt zu einem herrlichen Panorama über den Hafen und den Archipel. Unterwegs durchqueren Sie die Kungsklyftan, eine beeindruckende Felsspalte zwischen zwei Felswänden.
Wir konnten diese Wanderung zum Gipfel leider nicht machen, da der Regen den Boden extrem rutschig machte. Nach den ersten Stufen erschien uns der Weg heikel. Bei guten Bedingungen sollten Sie festes Schuhwerk mitnehmen. Wir zogen es vor, kein Risiko einzugehen.
Im Dorf und am Hafen flanieren
Fjällbacka lässt sich beim Spaziergang entdecken: kleine Gassen, Holzstege, Restaurants mit Meerblick… Die Atmosphäre ist friedlich, fast zeitlos. Nutzen Sie die Gelegenheit, in einer der Fischereien getrockneten Fisch zu kaufen, eine lokale Spezialität. Ein großes Highlight war der getrocknete Lachs: ein Genuss!
Die Inseln des Archipels erkunden
Von Fjällbacka aus ist es möglich, eine Exkursion zu den benachbarten Inseln zu unternehmen, insbesondere zu Valö oder Väderöarna, einem wilden Archipel von atemberaubender Schönheit. Sie können auch eine Kreuzfahrt buchen, um die Tierwelt, insbesondere Robben, zu beobachten! Informieren Sie sich gut über die Saison und vergleichen Sie die Preise der verschiedenen Agenturen.



Die schwedische Küste mit dem Wohnmobil: Praktischer Leitfaden und Tipps
Diese ersten Kilometer in Schweden waren eine wahre Verzauberung! Wir hatten davon geträumt, sie uns vorgestellt, und sie war noch schöner. Die Küstenstraßen sind grandios, eine Postkartenkulisse hinter jeder Kurve.
Parken und Übernachten mit dem Wohnmobil an der Westküste
Die Straßen im Süden Schwedens sind leicht zugänglich, doch die Beliebtheit der Region hat eine Kehrseite: In der Hochsaison ist es manchmal schwierig zu parken. Und ganz zu schweigen von den Stellplätzen für die Nacht, die, obwohl zahlreich, schon am frühen Nachmittag überrannt werden. Das berühmte Jedermannsrecht (Allemansrätten) ist wunderbar, gilt aber hauptsächlich für Wanderungen und Zeltcamping und immer weniger für motorisierte Fahrzeuge in Touristengebieten.
Unser Tipp, um die besten Stellplätze zu finden
Unser bester Tipp ist daher, selbst nach einem Stellplatz zu suchen. Verlassen Sie die ausgetretenen Pfade ein wenig und verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf Apps wie Park4Night, die oft überfüllte Orte auflisten. Die schönsten Orte sind jene, die man zufällig entdeckt! Und wenn Sie Anfänger sind, werfen Sie einen Blick auf unseren Leitfaden zu den 10 Fehlern, die man im Wohnmobil unbedingt vermeiden sollte.
Autofahren in Schweden: Was Sie wissen müssen
Autofahren in Schweden ist sehr angenehm. Die Straßen sind in ausgezeichnetem Zustand und die Schweden sind sehr rücksichtsvolle Fahrer. Achten Sie auf die Geschwindigkeitsbegrenzungen, die oft niedriger sind als in Frankreich. Rund um Göteborg unterliegen einige Straßen und Brücken einer automatischen City-Maut (Ihr Kennzeichen wird gescannt und Sie erhalten die Rechnung nach Hause).
Wann ist die beste Reisezeit?
Der Sommer (Juni bis August) bietet endlose Tage und milde Temperaturen, ideal zum Baden und für lange Abende. Es ist auch die touristischste Zeit. Für mehr Ruhe sind die Monate Mai und September hervorragende Alternativen, mit schönem Licht und viel weniger Menschenmassen auf den Straßen.
Die schwedische Westküste war eine wunderbare Einführung in dieses unglaubliche Land. Es ist ein perfektes Reiseziel für einen Roadtrip, egal ob Sie dynamische Städte, atemberaubende Küstenlandschaften oder charmante Fischerhäfen suchen. Wir hoffen, diese Erzählung weckt in Ihnen den Wunsch, eines der schönsten Reiseziele für Wohnmobile in Europa zu entdecken!





